Die DGB-Jugend erinnert nunmehr seit 55 Jahren an das Novemberpogrom. Die Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 markierte den Übergang von der Diskriminierung und Ausgrenzung der Juden zur systematischen Verfolgung, die in den Holocaust mündete.
Aktueller denn je ist die Zunahme von rechtsextremistischen Aktivitäten: ob bei rassistischen Ausschreitungen wie in Mügeln oder bei Kundgebungen von rechtsradikalen Parteien und Kameradschaften wie z.B. in Gräfenberg in Bayern. Die Hoffnung, dass sich der „braune Spuk“ schnell wieder verflüchtigt, leitet in die Irre. Rechtes Gedankengut reicht zum Teil bis in die Mitte unserer Gesellschaft, nicht zuletzt auch bei jungen Menschen. Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Demokratiefeindlichkeit und Antisemitismus begegnen uns alltäglich.
Wir wissen: Rechtsextremisten halten nichts von demokratischen Grundrechten. Ihr Ziel ist die Zerstörung der Demokratie und die Vernichtung ihrer Gegner.
Wir wissen aber auch: wer sich der Geschichte nicht erinnert, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen. Deshalb bezieht die Gewerkschaftsjugend in diesem Jahr erneut Stellung gegen Rechtsextremismus und setzt mit dieser Gedenkveranstaltung erneut ein klares Zeichen für Solidarität, Toleranz und Demokratie.
Am 11. November 2007 findet die Gedenkveranstaltung der DGB-Jugend anlässlich der Pogromnacht von 1938 in der KZ-Gedenkstätte Dachau statt. Die Gedenkrede wird Martina Kobriger, Präsidentin des Bayerischen Jugendrings halten. Beginn: 15 Uhr.
Bereits am 8. November 2007 werden wir wie in den vergangenen Jahren in der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg gemeinsam mit Schulklassen an die Opfer der Nazi-Diktatur erinnern.